Description:Die Grnde, weshalb Wirtschaftsspionage von auslnndischen Nachrichtendiensten betrieben wird, hnngen von dem jeweiligen Staat ab, oftmals sind sie politisch motiviert. Studien zeigen, dass Unternehmern die Gefahr meist nicht bewusst ist, so dass sie ihre immateriellen VermAgensgegenstnnde nur unzureichend schtzen.In dieser Analyse soll anhand der IndustrieAkonomik in Verbindung mit der Prinzipal-Agent-Theorie versucht werden, das Auftreten von Wirtschaftsspionage zu erklnren. Auerdem werden empirische Erkenntnisse aus aktuellen Studien und die Folgen der Produktpiraterie fr Unternehmen aufgezeigt. Im Anschluss wird aus der IndustrieAkonomie abgeleitet, fr welche Unternehmen das Risiko der Wirtschaftsspionage besonders hoch ist. Darauf aufbauend wird dargestellt, wie die Gefahren im Unternehmen selbst identifiziert werden kAnnen. Im Folgenden werden dann typische Vorgehensweisen genannt und mAgliche Manahmen vorgestellt. Im Fazit werden nochmal die wichtigsten Erkenntnisse aufgezeigt.aAuszug aus dem TextTextprobe: Kapitel 3.2, Folgen durch Produktpiraterie: Wirtschaftsspionage schadet dem Unternehmen auf verschiedene Art und Weise. Bei KnowhowVerlust sind es insbesondere immaterielle Schnden, wenn dadurch der Innovationsvorsprung nicht in dem Ausma genutzt werden kann wie geplant. Je nach Informationsabfluss kann das ganze Produkt kopiert und auf dem Markt angeboten werden. Eine andere MAglichkeit besteht im Reverse Engineering, darunter werden die Dekonstruktion und der anschlieende Nachbau des Produktes verstanden, abhnngig vom Produkt und dessen Fertigungsprozess kann dies gelingen. Die Produktpiraterie bildet nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem. Nach Angaben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) steigen die Antrnge der Grenzbeschlagnahmungen seit 1997 kontinuierlich an. 2012 wurden 1.137 Antrnge gestellt. Von den knapp 24.000 Warenaufgriffen in 2012 wurden die Schutzrechte von 416 Rechtsinhabern verletzt. Die meisten vermuteten Produktfnlschungen kommen aus der Volksrepublik China (44,63 % der Aufgriffe) gefolgt von Hongkong (22,11 %) und Singapur (6,85 %). Dies unterstreicht die Aussagen aus den Verfassungsberichten, dass die Volksrepublik China bzgl. der Wirtschaftsspionage eines der aktivsten Lnnder ist.Durch die Einsparungen der Forschungs und Entwicklungskosten kAnnen die Produktpiraten die Nachbauten gnstiger anbieten. Deshalb werden Absatzeinbrche auf dem nationalen wie den internationalen Mnrkten erwartet. Daraus folgt ein niedrigerer Umsatz. Durch die hohen Forschungs und Entwicklungskosten sowie evtl. Marketingkosten wird kein oder nur ein geringer Gewinn im Originalunternehmen generiert. Einen weiteren finanziellen Nachteil erleidet das Unternehmen durch hohe Kosten von Rechtsstreitigkeiten, die gegen die Produktpiraten gefhrt werden. Einen Kostenvorteil erreichen die Produktpiraten durch den Einsatz gnstigerer, oftmals minderwertigerer Bestandteile. Oftmals wird das Duplikat in Lnndern mit geringerem Umweltbewusstsein und Vorschriften produziert. ahnlich verhnlt es sich mit den Produktkontrollen. Dadurch kAnnen die Verbraucher und die Umwelt gefnhrdet werden. Tritt eine Gefnhrdung durch das kopierte Produkt ein, kann sich dies negativ auf das Originalprodukt auswirken, insbesondere wenn es unter der Marke des Originalproduktes verkauft wurde.Nach dem Verband Deutscher Maschinen und Anlagebau e.V. (VDMA) kann das Nachbauen illegal oder wettbewerbswidrig sein. Illegalitnt liegt vor, wenn Rechte wie z. B. Patente o. a. verletzt sind. Besteht keine Rechtsschutzverletzung, kAnnte das Duplikat wettbewerbswidrig sein, wenn eine unlautere Handlung hinzukommt bspw. das Tnuschen ber den Hersteller, so dass eine Verwechslungsgefahr mit dem Originalprodukt entsteht, damit von dessen Image profitiert werden kann. In der Maschinen und Anlagenbranche liegt bspw. Ein unlauterer Nachbau in 58 % (2010: 52 %) der Fnlle vor, Patent und Markenrechtsverletzungen zu 38 % bzw. 37 % (2010: 29 % bzw. 25 %). Einen Rechtschutz gibt es in Entwicklungslnndern oft nicht. Deshalb wngen Unternehmen ab, ob sie ihr Produkt dort anbieten und die Gefahr der Piraterie in Kauf nehmen und gleichzeitig versuchen die Chancen auf dem neuen Markt zu nutzen. Vor sog. Parallelimporten und dem Dekonstruieren ihrer Produkte sind sie durch das Nichterschlieen des Marktes nicht geschtzt.Neben einem direkten finanziellen Schaden, von dem etwa ein Drittel der Unternehmen betroffen ist, erleiden ber die Hnlfte einen indirekten Schaden durch Reputationsverlust. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die einen Wissensabfluss feststellen, kAnnten die von Produktpiraterie betroffenen Unternehmen einen grAeren Imageschaden durch das Geheimhalten befrchten, wie durch das aktive Vorgehen gegen die Produktpiraten. Die Auswirkungen der Produktpiraterie, aber auch durch allgemeine Wirtschaftsspionage, kAnnen langfristige Folgen mit sich bringen. Handelt es sich um ein bArsennotiertes Unternehmen, kAnnte der Aktienkurs sinken, da der Markt das Unternehmen durch den Informationsabfluss fr weniger wettbewerbsfnhig halten kAnnte, da durch den KnowhowAbfluss der Vorsprung nicht allein genutzt werden kann. Neben dem Aktienmarkt reagieren Kunden und Lieferanten negativ, ihr Vertrauen in das Unternehmen sinkt durch den Wissensabfluss, insbesondere wenn sich Dritte in vertrauliche Daten Einblick verschaffen. Durch den Schaden kAnnte mit geringeren Cashflows gerechnet werden, was wiederum zu einem sinkenden Unternehmenswert fhrt.Wie bereits die Studien oben nahelegen, bestntigt die Studie des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagebau e. V., dass Unternehmen ihrer Branche von Produktpiraterie betroffen sind. Laut der Studie sind es 67 % der Branchenunternehmen. Am hnufigsten werden mit 52 % (58 %) Komponenten kopiert, auf Platz zwei befinden sich Duplikate ganzer Maschinen mit 48 % (45 %), Design und Ersatzteile liegen mit jeweils 36 % auf dem dritten Rang. Der jnhrliche Umsatzschaden durch Produktpiraterie wird auf etwa acht Milliarden Euro geschntzt. KAnnte stattdessen ein zusntzlicher Umsatz von acht Milliarden Euro erzielt werden, wnren ca. 37.000 Arbeitsplntze der Branche gesichert.Oft sind mittelstnndische Unternehmen betroffen, die sich dieser Gefahr wahrscheinlich nicht bewusst sind. Eine andere MAglichkeit wnre, dass sie keine andere Option sehen, als ihre Produkte im Ausland anzubieten, aber dennoch keine Schutzmanahmen treffen bzw. nicht wissen, wie sie sich schtzen kAnnen. Besitzen duplizierte Maschinen wichtige Sicherheitsvorkehrung nicht oder sind sie aus minderwertigem Material hergestellt, kann dies bspw. Den Arbeiter an der Maschine ernsthaft gefnhrden. Ebenso sind Weichmacher oder giftige Farben in kopiertem Kinderspielzeug gefnhrlich. Die Folgen der Produktpiraterie sind nicht auf die betroffenen Unternehmen beschrnnkt, sondern kAnnen mittelbare Auswirkungen auf den Verbraucher haben.aBiographische InformationenLisa Landerer, M.Sc., wurde 1987 in Sdbaden geboren. Ihr Studium des Wirtschaftsrechtes an der Hochschule Pforzheim schloss die Autorin im Jahre 2011 mit dem akademischen Grad LLB ab. Im Jahre 2013 erlangte sie den Master of Science der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Accounting, Auditing and Taxation an der Universitnt Siegen."We have made it easy for you to find a PDF Ebooks without any digging. And by having access to our ebooks online or by storing it on your computer, you have convenient answers with Das Risiko Der Wirtschaftsspionage: Magliche Schutzmanahmen Gegen Spionage. To get started finding Das Risiko Der Wirtschaftsspionage: Magliche Schutzmanahmen Gegen Spionage, you are right to find our website which has a comprehensive collection of manuals listed. Our library is the biggest of these that have literally hundreds of thousands of different products represented.
Pages
89
Format
PDF, EPUB & Kindle Edition
Publisher
Diplomica Verlag Gmbh
Release
2015
ISBN
3842846401
Das Risiko Der Wirtschaftsspionage: Magliche Schutzmanahmen Gegen Spionage
Description: Die Grnde, weshalb Wirtschaftsspionage von auslnndischen Nachrichtendiensten betrieben wird, hnngen von dem jeweiligen Staat ab, oftmals sind sie politisch motiviert. Studien zeigen, dass Unternehmern die Gefahr meist nicht bewusst ist, so dass sie ihre immateriellen VermAgensgegenstnnde nur unzureichend schtzen.In dieser Analyse soll anhand der IndustrieAkonomik in Verbindung mit der Prinzipal-Agent-Theorie versucht werden, das Auftreten von Wirtschaftsspionage zu erklnren. Auerdem werden empirische Erkenntnisse aus aktuellen Studien und die Folgen der Produktpiraterie fr Unternehmen aufgezeigt. Im Anschluss wird aus der IndustrieAkonomie abgeleitet, fr welche Unternehmen das Risiko der Wirtschaftsspionage besonders hoch ist. Darauf aufbauend wird dargestellt, wie die Gefahren im Unternehmen selbst identifiziert werden kAnnen. Im Folgenden werden dann typische Vorgehensweisen genannt und mAgliche Manahmen vorgestellt. Im Fazit werden nochmal die wichtigsten Erkenntnisse aufgezeigt.aAuszug aus dem TextTextprobe: Kapitel 3.2, Folgen durch Produktpiraterie: Wirtschaftsspionage schadet dem Unternehmen auf verschiedene Art und Weise. Bei KnowhowVerlust sind es insbesondere immaterielle Schnden, wenn dadurch der Innovationsvorsprung nicht in dem Ausma genutzt werden kann wie geplant. Je nach Informationsabfluss kann das ganze Produkt kopiert und auf dem Markt angeboten werden. Eine andere MAglichkeit besteht im Reverse Engineering, darunter werden die Dekonstruktion und der anschlieende Nachbau des Produktes verstanden, abhnngig vom Produkt und dessen Fertigungsprozess kann dies gelingen. Die Produktpiraterie bildet nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem. Nach Angaben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) steigen die Antrnge der Grenzbeschlagnahmungen seit 1997 kontinuierlich an. 2012 wurden 1.137 Antrnge gestellt. Von den knapp 24.000 Warenaufgriffen in 2012 wurden die Schutzrechte von 416 Rechtsinhabern verletzt. Die meisten vermuteten Produktfnlschungen kommen aus der Volksrepublik China (44,63 % der Aufgriffe) gefolgt von Hongkong (22,11 %) und Singapur (6,85 %). Dies unterstreicht die Aussagen aus den Verfassungsberichten, dass die Volksrepublik China bzgl. der Wirtschaftsspionage eines der aktivsten Lnnder ist.Durch die Einsparungen der Forschungs und Entwicklungskosten kAnnen die Produktpiraten die Nachbauten gnstiger anbieten. Deshalb werden Absatzeinbrche auf dem nationalen wie den internationalen Mnrkten erwartet. Daraus folgt ein niedrigerer Umsatz. Durch die hohen Forschungs und Entwicklungskosten sowie evtl. Marketingkosten wird kein oder nur ein geringer Gewinn im Originalunternehmen generiert. Einen weiteren finanziellen Nachteil erleidet das Unternehmen durch hohe Kosten von Rechtsstreitigkeiten, die gegen die Produktpiraten gefhrt werden. Einen Kostenvorteil erreichen die Produktpiraten durch den Einsatz gnstigerer, oftmals minderwertigerer Bestandteile. Oftmals wird das Duplikat in Lnndern mit geringerem Umweltbewusstsein und Vorschriften produziert. ahnlich verhnlt es sich mit den Produktkontrollen. Dadurch kAnnen die Verbraucher und die Umwelt gefnhrdet werden. Tritt eine Gefnhrdung durch das kopierte Produkt ein, kann sich dies negativ auf das Originalprodukt auswirken, insbesondere wenn es unter der Marke des Originalproduktes verkauft wurde.Nach dem Verband Deutscher Maschinen und Anlagebau e.V. (VDMA) kann das Nachbauen illegal oder wettbewerbswidrig sein. Illegalitnt liegt vor, wenn Rechte wie z. B. Patente o. a. verletzt sind. Besteht keine Rechtsschutzverletzung, kAnnte das Duplikat wettbewerbswidrig sein, wenn eine unlautere Handlung hinzukommt bspw. das Tnuschen ber den Hersteller, so dass eine Verwechslungsgefahr mit dem Originalprodukt entsteht, damit von dessen Image profitiert werden kann. In der Maschinen und Anlagenbranche liegt bspw. Ein unlauterer Nachbau in 58 % (2010: 52 %) der Fnlle vor, Patent und Markenrechtsverletzungen zu 38 % bzw. 37 % (2010: 29 % bzw. 25 %). Einen Rechtschutz gibt es in Entwicklungslnndern oft nicht. Deshalb wngen Unternehmen ab, ob sie ihr Produkt dort anbieten und die Gefahr der Piraterie in Kauf nehmen und gleichzeitig versuchen die Chancen auf dem neuen Markt zu nutzen. Vor sog. Parallelimporten und dem Dekonstruieren ihrer Produkte sind sie durch das Nichterschlieen des Marktes nicht geschtzt.Neben einem direkten finanziellen Schaden, von dem etwa ein Drittel der Unternehmen betroffen ist, erleiden ber die Hnlfte einen indirekten Schaden durch Reputationsverlust. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die einen Wissensabfluss feststellen, kAnnten die von Produktpiraterie betroffenen Unternehmen einen grAeren Imageschaden durch das Geheimhalten befrchten, wie durch das aktive Vorgehen gegen die Produktpiraten. Die Auswirkungen der Produktpiraterie, aber auch durch allgemeine Wirtschaftsspionage, kAnnen langfristige Folgen mit sich bringen. Handelt es sich um ein bArsennotiertes Unternehmen, kAnnte der Aktienkurs sinken, da der Markt das Unternehmen durch den Informationsabfluss fr weniger wettbewerbsfnhig halten kAnnte, da durch den KnowhowAbfluss der Vorsprung nicht allein genutzt werden kann. Neben dem Aktienmarkt reagieren Kunden und Lieferanten negativ, ihr Vertrauen in das Unternehmen sinkt durch den Wissensabfluss, insbesondere wenn sich Dritte in vertrauliche Daten Einblick verschaffen. Durch den Schaden kAnnte mit geringeren Cashflows gerechnet werden, was wiederum zu einem sinkenden Unternehmenswert fhrt.Wie bereits die Studien oben nahelegen, bestntigt die Studie des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagebau e. V., dass Unternehmen ihrer Branche von Produktpiraterie betroffen sind. Laut der Studie sind es 67 % der Branchenunternehmen. Am hnufigsten werden mit 52 % (58 %) Komponenten kopiert, auf Platz zwei befinden sich Duplikate ganzer Maschinen mit 48 % (45 %), Design und Ersatzteile liegen mit jeweils 36 % auf dem dritten Rang. Der jnhrliche Umsatzschaden durch Produktpiraterie wird auf etwa acht Milliarden Euro geschntzt. KAnnte stattdessen ein zusntzlicher Umsatz von acht Milliarden Euro erzielt werden, wnren ca. 37.000 Arbeitsplntze der Branche gesichert.Oft sind mittelstnndische Unternehmen betroffen, die sich dieser Gefahr wahrscheinlich nicht bewusst sind. Eine andere MAglichkeit wnre, dass sie keine andere Option sehen, als ihre Produkte im Ausland anzubieten, aber dennoch keine Schutzmanahmen treffen bzw. nicht wissen, wie sie sich schtzen kAnnen. Besitzen duplizierte Maschinen wichtige Sicherheitsvorkehrung nicht oder sind sie aus minderwertigem Material hergestellt, kann dies bspw. Den Arbeiter an der Maschine ernsthaft gefnhrden. Ebenso sind Weichmacher oder giftige Farben in kopiertem Kinderspielzeug gefnhrlich. Die Folgen der Produktpiraterie sind nicht auf die betroffenen Unternehmen beschrnnkt, sondern kAnnen mittelbare Auswirkungen auf den Verbraucher haben.aBiographische InformationenLisa Landerer, M.Sc., wurde 1987 in Sdbaden geboren. Ihr Studium des Wirtschaftsrechtes an der Hochschule Pforzheim schloss die Autorin im Jahre 2011 mit dem akademischen Grad LLB ab. Im Jahre 2013 erlangte sie den Master of Science der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Accounting, Auditing and Taxation an der Universitnt Siegen."We have made it easy for you to find a PDF Ebooks without any digging. And by having access to our ebooks online or by storing it on your computer, you have convenient answers with Das Risiko Der Wirtschaftsspionage: Magliche Schutzmanahmen Gegen Spionage. To get started finding Das Risiko Der Wirtschaftsspionage: Magliche Schutzmanahmen Gegen Spionage, you are right to find our website which has a comprehensive collection of manuals listed. Our library is the biggest of these that have literally hundreds of thousands of different products represented.